Druckdaten-Guide: So lieferst du das perfekte Motiv für den Siebdruck
Du hast ein fettes Design am Start und willst es endlich auf T-Shirts, Hoodies oder Patchs sehen? Geil. Aber bevor wir die Siebe belichten und die Farbe aufs Textil bringen, brauchen wir eins: Saubere Druckdaten.„Druckdaten“ klingt nach langweiligem Grafik-Gequatsche, ist aber der entscheidende Punkt zwischen einem Print, der nach Profi-Merch aussieht, und einem, der nach Hobby-Keller stinkt. Damit dein Design auf dem Stoff genauso scharf rüberkommt wie in deinem Kopf, haben wir diesen Guide für dich am Start. Lies ihn durch, befolge die Punkte und wir machen dein Merch ready für die Hölle.
Warum ist die Datei so wichtig?
Im Siebdruck arbeiten wir nicht mit einem Tintenstrahldrucker, der einfach alles aufs Papier haut. Wir belichten physische Siebe. Jedes Sieb lässt an den Stellen Farbe durch, wo dein Motiv ist. Wenn deine Datei unscharf ist, „verwaschen“ die Kanten bei der Belichtung. Das Ergebnis: Die Farbe läuft auf dem Stoff zusammen, feine Details brechen weg und der Druck sieht einfach unsauber aus.
Kurz gesagt: Shit in, Shit out. Lieferst du uns eine perfekte Datei, kriegst du einen perfekten Druck.
Die 5 goldenen Regeln für deine Siebdruck-Vorlage
1. Vektoren sind King (und Pixel sind... naja)
Wenn du uns eine Freude machen willst, schickst du uns eine Vektorgrafik.
Was ist das? Pixelgrafiken (wie JPG oder PNG) bestehen aus kleinen quadratischen Punkten. Wenn du sie vergrößerst, werden sie pixelig und unscharf. Vektorgrafiken (wie AI, EPS oder SVG) bestehen aus mathematischen Pfaden. Du kannst sie unendlich groß ziehen – sie bleiben immer messerscharf.
Formate: .ai (Adobe Illustrator), .eps, .svg oder ein hochauflösendes .pdf.
Wichtig: Wenn du Schriften verwendest, wandle diese unbedingt in Pfade (Outlines / Kurven) um! Sonst öffnet unser System die Datei mit einer Standard-Schrift, wenn wir deine spezielle Font nicht installiert haben.
2. Anforderungen für Pixelgrafiken (PNG / JPG)
Wir wissen, dass nicht jeder mit Illustrator umgehen kann. Wenn du uns eine Pixelgrafik schickst (z.B. eine eingescannte Zeichnung), achte auf diese drei Dinge:
Auflösung: Mindestens 300 dpi (Dots per Inch) – und zwar in der tatsächlichen Größe, in der das Motiv gedruckt werden soll! Ein 5x5 cm Logo mit 300 dpi nützt uns nichts, wenn es 30 cm groß auf den Rücken soll.
Hintergrund: Lade dein Motiv am besten mit transparentem Hintergrund als .png hoch. Ein weißer Kasten um dein Design sieht auf einem burgunderfarbenen Shirt scheiße aus.
Freistellen: Der Hintergrund muss sauber entfernt sein.
3. Farbe & Kontrast (1-Farb-Druck)
Egal, welche Druckfarbe du später haben willst (z.B. Gold auf Burgunder): Deine Datei muss rein Schwarz-Weiß sein.
Alles, was Schwarz ist (100% K), wird später die Druckfarbe (z.B. Gold).
Alles, was Weiß oder Transparent ist, bleibt die Farbe des Textils (z.B. Burgunder oder Schwarz).
Keine Graustufen: Vermeide Verläufe, Schatten oder Transparenzstufen. Im klassischen Siebdruck können wir diese nur durch Rasterung (kleine Punkte) darstellen. Wenn du das willst, kontaktiere uns vorab. Für klare Kanten: Nur reines Schwarz und Weiß.
4. Linienstärken (Die „Zulauf“-Gefahr)
Damit feine Linien nicht „zulaufen“ (sich mit Farbe füllen) oder beim Waschen wegbrechen, müssen sie eine Mindeststärke haben:
Positive Linien: Schwarze Linien auf weißem Hintergrund sollten mindestens 0,3 mm (ca. 1 pt) stark sein.
Negative Linien: Aussparungen innerhalb einer schwarzen Fläche sollten mindestens 0,5 mm breit sein, damit sie sich nicht mit Farbe füllen.
5. Platzierung & Maße
„Mach mal groß auf die Brust“ ist keine Maßangabe. Wenn du nichts angibst, skalieren wir das Motiv passend für die kleinste Textilgröße in deiner Bestellung. Wenn du ein spezifisches Ergebnis willst, gib uns die genaue Druckbreite an (z. B. „28 cm Breite mittig auf der Brust“).
Tipp: Nimm dir ein T-Shirt, das dir gut passt, leg es flach hin und miss mit einem Lineal nach, wie groß das Motiv wirken soll.
Checkliste: Ist deine Datei ready?
Bevor du uns deine Datei schickst, geh diese Punkte noch einmal durch:
[ ] Ist die Schrift in Pfade umgewandelt?
[ ] Ist das Motiv rein Schwarz-Weiß (kein Grau, keine Verläufe)?
[ ] Hat die Datei 300 dpi (bei Pixelgrafiken)?
[ ] Ist der Hintergrund freigestellt (bei Pixelgrafiken)?
[ ] Sind die Linienstärken eingehalten?
Du hast nur ein Handyfoto oder eine Skizze?
Kein Problem. Wir lassen dich nicht hängen. Gegen einen fairen Aufpreis übernehmen wir die Vektorisierung für dich. Wir zeichnen dein Motiv professionell nach und machen es siebdruckfertig. Schreib uns einfach eine Nachricht mit deinem Bild und wir sagen dir, was es kostet.
Hör auf zu warten – mach fettes Merch!